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Website-Kosten für Handwerker: Was zahlst du wirklich?
Ein Beitrag von Lars Buculie
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Die ehrliche Antwort zuerst: Eine schlanke Website gibt es bei mir ab 800 Euro, eine vollständige Unternehmenswebsite ab 3.800 Euro. Alle Preise sind netto. Für Shops gibt es keinen Pauschalpreis, dafür sind sie zu unterschiedlich. Was darin steckt, ist der eigentliche Punkt. Denn der Preis einer Website ist fast nie der Preis fürs Design.
Die meiste Arbeit steckt in Dingen, die man auf der fertigen Seite nicht sieht: die Struktur, damit Kunden sofort finden, was sie suchen. Die Texte, die deine Leistung in der Sprache deiner Kunden erklären. Die Technik, damit die Seite schnell lädt und bei Google auftaucht.
Konkret bezahlst du bei mir: Konzept und Aufbau, Texte, Bildauswahl und Bearbeitung und die Technik. Vorab bekommst du eine feste Zahl. Texte kannst du danach selbst ändern, musst aber nicht.
Website-Kosten im Handwerk: 800 oder 3.800 Euro?
Ja, es gibt Websites ab 800 Euro netto, auch bei mir. Das ist ein Onepager: eine Seite, die sagt, wer du bist, was du machst und wie man dich erreicht. Für einen Betrieb, der bisher über Empfehlungen läuft und einfach gefunden werden will, reicht das oft. Online ist so eine Seite meist in ein bis drei Wochen.
Was ein Onepager nicht kann: für einzelne Leistungen bei Google gefunden werden, Termine annehmen, Anfragen automatisch weiterleiten. Wer das braucht, spart mit dem Onepager nicht, sondern baut in einem Jahr noch mal.
Ab 3.800 Euro bekommst du mehrere Seiten, eine eigene für jede wichtige Leistung. So kannst du für jede einzeln bei Google gefunden werden. Dazu gehören ein Kontaktformular, die Grundeinrichtung für Google und ein Zugang, über den du Texte und Bilder ändern kannst. Links auf deine alte Seite führen automatisch auf die neue. Auf Wunsch kommen eine Terminbuchung oder die automatische Weiterleitung deiner Anfragen dazu. Online ist die Seite meist innerhalb eines Monats.
Faustregel
Eine Website ist dann richtig bepreist, wenn die Aufträge, die sie in einem Jahr bringt, mehr wert sind, als sie gekostet hat. Rechne nach, wie viele Aufträge das bei dir sind.
Aus der Praxis: Mehr Seiten sind nicht automatisch besser
Vor Kurzem kam eine Schlosserei zu mir, die schon eine Website hatte. Die Seite war optisch in die Jahre gekommen. Und sie hatte viele Unterseiten, auf denen jeweils wenig stand, was Kunden wirklich weiterhilft.
Die Statistik der Website hat gezeigt: Besucher sind zwischen den Unterseiten hin- und hergesprungen und nie bei einer Anfrage gelandet. Auf den einzelnen Unterseiten war die Absprungrate hoch. Die Besucher haben sich nicht zurechtgefunden und nicht gefunden, was sie gesucht haben.
Statt wieder eine große Website mit vielen dünnen Unterseiten zu bauen, haben wir einen Onepager gemacht. Für eine wichtige Dienstleistung des Betriebs gibt es zusätzlich eine eigene Seite, gezielt auf die Suchbegriffe der Kunden und auf Anfragen ausgerichtet. Also eine leichte Mischform.
Bei diesem Betrieb hat sich die Absprungrate danach um 54 % verbessert. Die Absprungrate zeigt, wie viele Besucher eine Seite wieder verlassen, ohne weiterzuklicken oder etwas zu tun.
Für dich heißt das: Entscheidend ist, ob jede Seite deinen Kunden etwas bringt.
Was nach dem Start dazukommt
Updates, Sicherheit, kleine Änderungen, ein Text hier, ein neues Foto da. Dafür gibt es bei mir Wartung ab 33,25 Euro im Monat, jährlich abgerechnet, netto. Bei neuen Websites schenke ich dir das erste Wartungspaket in der Regel dazu. Das Hosting organisiere ich. Wichtig ist vor allem, dass sich überhaupt jemand kümmert. Bei mir bist du damit nicht allein.
So verteilen sich die Kosten bei einer vollständigen Unternehmenswebsite, alles netto:
- Website: ab 3.800 Euro, einmalig
- Wartung im ersten Jahr: bei neuen Websites in der Regel geschenkt
- Wartung ab dem zweiten Jahr: ab 399 Euro im Jahr (12 × 33,25 Euro)
- Lizenz: Für das System, mit dem die Website gebaut ist, kann eine Lizenzgebühr anfallen. Sie steht als eigene Position im Angebot.
Im ersten Jahr zahlst du also vor allem die Website. Ab dem zweiten Jahr kommt die Wartung dazu. Bei der schlanken Website setzt du 800 statt 3.800 Euro ein.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Es nennt eine feste Zahl. Es sagt, was drin ist und was nicht, auch was nach dem Start jedes Jahr dazukommt. Es fragt vorher, was die Website für deinen Betrieb erreichen soll. Und es verkauft dir nichts, was du nicht brauchst, auch wenn das mal bedeutet, dass ich dir vom Shop abrate.